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Erstmals Ausschnitte der Karte des Friedensvertrags von Brest-Litovsk 1918 veröffentlicht

Einen Ausschnitt aus dieser Karte veröffentlicht

 

Meines Wissens zum ersten Mal seit Unterzeichnung vor 100 Jahren hat jemand Teile der Karte des Friedensvertrags von Brest-Litovsk vom 3.3.1918 zwischen dem sowjetischen Russland  einerseits und dem Deutschen, Habsburger, Osmanischen Reich sowie Bulgarien andererseits veröffentlicht. Und zwar im   Журнал Белорусского государственного университета. История

Ich habe meine Veröffentlichung zum Anlass genommen, in einem russischsprachigen Aufsatz zu analysieren,
a/ warum diese Karte nie veröffentlicht wurde, obwohl sie integraler Bestandteil des Friedensvertrags war
b/ welche Fehler sich aufgrund der Geschiuchtsschreibung vor allem in die deutschsprachige Geschichtsschreibung eingeschlichen haben
c/ welche Auswirkungen es hatte, dass die Belarus für die Mittelmächte ein „Nicht-Ort“ war.

Zitierweise

Зиберт Д. Карта из приложения к Брест-Литовскому мирному договору: причины неопубликования и ошибки в интерпретации текста документа в немецкоязычной историографии // Журн. Белорус. гос. ун-та. История. 2018. № 2. C. 48-56

Zibert, Diana [Siebert, Diana]: Karta iz priloženija k Brest-Litovskomu mirnomu dogovoru: pričiny neopublikovanija i ošibki v interpretacii teksta dokumenta v nemeckojazyčnoj istoriografii // Žurnal Belorusskogo gosudarstvennaja universiteta. Istorija 2018, N° 2, S. 48-56

Siebert D. Map from the Treaty of Brest-Litovsk supplement: reasons for unpublishing and mistakes in the interpretation of document in German historiography. J. Belarus. State Univ. Hist. 2018. No. 2. P. 48-56 (in Russ.).

 

29.11. im Lew Kopelew Forum: Im Schatten Polesiens

Di., 29.11.2016, 19.00 Uhr, Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18a, 50667 Köln
Im Schatten Polesiens: Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweite.“
Ein Projekt    

Die belarussisch-ukrainische Grenzregion Polesien war Kriegsschauplatz und Frontabschnitt des Ersten Weltkriegs. Der westliche Teil gehörte von 1921 bis 1939 zu Polen, der östliche zur Sowjetunion. Von 1939 bis 1941 besetzte die Sowjetunion auch den westlichen Teil als ein ihr im Hitler-Stalin-Pakt zugestandenes Gebiet.
Einheimische wie Nichteinheimische nahmen Polesien in dieser Periode ganz verschieden wahr:

die einen als pittoresken Gegenstand von Landschaftsmalerei, andere als Torfausbeutungs-Gebiet; die einen als eine dünn besiedelte Region, sogar als sumpfige terra non grata, andere als Region jüdischer Shtetl. Polesien wurde auch als ur-ukrainische, ur-belarussische, ur-slawische Landschaft projiziert. Wie haben Lern- und Wissenstransferprozesse in dieser Zeit die Handlungsanweisungen und Raumkonzepte der jeweils Herrschenden beeinflusst? Welche Widerstands-, Unterordnungs- und Aneignungsstrategien entwickelten einheimische Bewohner der Städte, Schtetl und Dörfer gegenüber den ihnen begegneten Kriegs-,

Verwaltungs-, Besiedlungs-, und Modernisierungs- , kurz: Herrschaftstechniken?
Polesien war in dieser Zeit eine Region zwischen Aufeinanderprallen und Zusammenarbeit, zwischen Anziehung und Abstoßung, zwischen Terror und Normalität, zwischen Territorialisierung und neuer „Verwilderung“, zwischen Ver- und Entsicherheitlichung, zwischen Zuschreibung zum Anderen und zum Eigenen.

Dr. Diana Siebert, Universität Siegen, vormals Geschäftsführerin des Lew Kopelew Forums, berichtet über das vom Herder-Institut Marburg koordinierte Projekt „Polesien als Interventionslandschaft“.
Katharina Heinrich, Journalistin, Historikerin, Beirat des Lew-Kopelew-Forums, leitet Gespräch und Diskussion.

Mehr über das Projekt in belarussischer, deutscher, englischer, polnischer, russischer und ukrainischer Sprache: https://www.herder-institut.de/forschung-projekte/laufende-projekte/polesien-als-interventionslandschaft-raum-herrschaft-technologie-und-oekologie-an-der-europaeischen-peripherie-1915-2015/palesse-jak-landshaft-umjashalnictva.html

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Di., 18.10.: VHS, Südosteuropa-Gesellschaft und Filia e.V. laden zur Lesung ein: „Aller Herren Außenposten“

Aller Herren Außenposten – Korfu von 1797 bis 1944
Autorenlesung und Diskussion

Die Historikerin Diana Siebert legt die erste Monographie über die wechselvolle Geschichte Korfus von 1797 bis 1944 vor. Der ansprechend gestaltete Band gibt Einblick in die historischen Hintergründe, illustriert die Rolle der Insel für Politik, Kultur und Gesellschaft Griechenlands und macht generell Lust, dieses Kleinod zwischen Griechenland, Albanien und Italien zu besuchen.
1797-1944
Vorstellung des Buchs durch die Autorin Dr. Diana Siebert, Universität Siegen. Einführung und Moderation Dr. Jutta Lauth-Bacas, Südosteuropa-Gesellschaft e.V., Leiterin der Zweigstelle Köln.

Kooperationsveranstaltung mit der Südosteuropa-Gesellschaft e.V. (Zweigstelle Köln) und FILIA – Gesellschaft zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln – Thessaloniki e.V.
Di., 18.10.2016, 19:00 – 21:00 Uhr
Ort:      VHS Studienhaus am Neumarkt, Cäcilienstr. 35, 50667 Köln, Altstadt/Süd, (WLAN vorhanden)

https://vhs-koeln.de/Veranstaltung/titel-Aller+Herren+Au%C3%9Fenposten+%E2%80%93+Korfu+von+1797+bis+1944/cmx57bc1c79cbd4c.html

FB: https://www.facebook.com/events/1131553096937713/

 

Aller Herren Außenposten – Korfu von 1797 bis 1944. Buch von Diana Siebert

 

ISBN 978-3-00-052502-5
24,99 Euro (Ö: 25,70)                                 über 160 meist farbige Abbildungen, ca 17×24 cm
Bestellung über bestellung (ätt) korfubuch.de oder über den Buchhandel.

Am 21. Juni 2016 ist es soweit: mein Buch über die Geschichte Korfus erscheint!

Die Geschichte Korfus ist NICHT die IRGENDEINER Insel, denn

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KORFU

… war nie osmanisch, sondern gehörte 400 Jahre lang zu Venedig.
… wurde zweimal Frankreich vertraglich zugesprochen, das sich aber nie dort halten konnte.
… war die Hauptstadt des ersten griechischen Staates der Neuzeit – unter russisch-osmanischem Schutz.
… war Wirkungsstätte des Staatsmanns Ioannis Kapodistrias, des Dichters Dionysios Solomos und des Komponisten Nikolaos Mantzaros.
… hat den Briten und ihrer 50jährigen Oberherrschaft nicht nur Ginger-Ale und Cricket zu verdanken.
… stellte Griechenlands ersten Regierungschef.
… wurde 1863 mit Griechenland vereint.
… nahm 1916 über Hunderttausend serbische Armeeangehörige auf.
… wurde von Mussolini 1923 und 1941 besetzt.
… hatte eine der größten jüdischen Gemeinden Griechenlands, deren überwiegender Teil 1944 von den Deutschen in den Tod nach Auschwitz deportiert wurde.
Die erste Monographie über die wechselvolle Geschichte Korfus von 1797 bis 1944 beleuchtet diese und viele andere Ereignisse und klärt über Hintergründe auf.