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6. März 2017, Köln: Vortrag&Diskussion zu 100 Jahre Februarrevolution

Im Friedensbildungswerk Köln

„Die Februarrevolution 1917 – Auftakt zum Ende des Ersten Weltkriegs“

Mo 06.03.2017 / 19.00 – 21.45 Uhr, Obenmarspforten, Köln

Das Friedensbildungswerk schreibt: Vor hundert Jahren wurde das Russische Reich von Streiks und Demonstrationen erschüttert. Die Menschen hungerten im dritten Kriegsjahr. Der Schrei nach Brot führte zu Plünderung von Lebensmittelläden und innerhalb weniger Tage am 8. März 1917 zur Abdankung des Zaren. Eine neue Provisorische Regierung und die Duma bereiteten allgemeine Wahlen vor. In zunehmender Konkurrenz beanspruchten auch die Räte (Sowjets) die Macht im Lande. Nichtrussische Nationen – Finnland, Polen, Ukraine bereiteten eigene Staatsgründungen vor.
Die Armeeführung konnte bald Weiterlesen

29.11. im Lew Kopelew Forum: Im Schatten Polesiens

Di., 29.11.2016, 19.00 Uhr, Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18a, 50667 Köln
Im Schatten Polesiens: Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweite.“
Ein Projekt    

Die belarussisch-ukrainische Grenzregion Polesien war Kriegsschauplatz und Frontabschnitt des Ersten Weltkriegs. Der westliche Teil gehörte von 1921 bis 1939 zu Polen, der östliche zur Sowjetunion. Von 1939 bis 1941 besetzte die Sowjetunion auch den westlichen Teil als ein ihr im Hitler-Stalin-Pakt zugestandenes Gebiet.
Einheimische wie Nichteinheimische nahmen Polesien in dieser Periode ganz verschieden wahr:

die einen als pittoresken Gegenstand von Landschaftsmalerei, andere als Torfausbeutungs-Gebiet; die einen als eine dünn besiedelte Region, sogar als sumpfige terra non grata, andere als Region jüdischer Shtetl. Polesien wurde auch als ur-ukrainische, ur-belarussische, ur-slawische Landschaft projiziert. Wie haben Lern- und Wissenstransferprozesse in dieser Zeit die Handlungsanweisungen und Raumkonzepte der jeweils Herrschenden beeinflusst? Welche Widerstands-, Unterordnungs- und Aneignungsstrategien entwickelten einheimische Bewohner der Städte, Schtetl und Dörfer gegenüber den ihnen begegneten Kriegs-,

Verwaltungs-, Besiedlungs-, und Modernisierungs- , kurz: Herrschaftstechniken?
Polesien war in dieser Zeit eine Region zwischen Aufeinanderprallen und Zusammenarbeit, zwischen Anziehung und Abstoßung, zwischen Terror und Normalität, zwischen Territorialisierung und neuer „Verwilderung“, zwischen Ver- und Entsicherheitlichung, zwischen Zuschreibung zum Anderen und zum Eigenen.

Dr. Diana Siebert, Universität Siegen, vormals Geschäftsführerin des Lew Kopelew Forums, berichtet über das vom Herder-Institut Marburg koordinierte Projekt „Polesien als Interventionslandschaft“.
Katharina Heinrich, Journalistin, Historikerin, Beirat des Lew-Kopelew-Forums, leitet Gespräch und Diskussion.

Mehr über das Projekt in belarussischer, deutscher, englischer, polnischer, russischer und ukrainischer Sprache: https://www.herder-institut.de/forschung-projekte/laufende-projekte/polesien-als-interventionslandschaft-raum-herrschaft-technologie-und-oekologie-an-der-europaeischen-peripherie-1915-2015/palesse-jak-landshaft-umjashalnictva.html

UKB: 5,- € / 2,5 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Referat „ЗАГС, паспорта и переписи населения: гражданизация и индивидуализации через порядок“

auf Konferenz  «Процессы модернизации, конвергенции и дивергенции в странах Центральной и Восточной Европы: история, современность и перспективы» (12-13 мая 2016 г., Минск) (Programm) gehalten

Wieder da: Das Urmotiv „Denkmal von hinten“

1420151208_141946-Urmotiv-DvHEs muss wohl 1993 in Minsk gewesen sein, als ich auf die Idee kam, Denkmäler vonhinten zu fotografieren, damals noch nicht digital. Lange Zeit war das Foto des Motivs, das mich auf diese Idee gebracht hat, verschütt. Jetzt habe ich es im Dezember 2015 einfahc noch mal fotografiert. Mehr Fotos von Denkmälern von hinten

Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten, 1914-1941

Projekt 2015-2018: Polesien als Interventionslandschaft. Raum, Herrschaft, Technologie und Ökologie an der europäischen Peripherie 1915-2015

Teilprojekt (Diana Siebert, Uni Siegen): Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten, 1914-1941

Mit welchen Zielen und Methoden militärische und zivile Interventen in Kriegs-, Bürgerkrieg- und Friedenszeiten ihre Herrschaft mit über die und mit den Einheimischen, über den und in dem als widerständig empfundenen Raum in der sehr dünn besiedelten Region Polesien etablierten, ist der Forschungsgegenstand des ersten Teilprojekts. Weiterlesen

Sylvestermann

С наступающим новым старым. Der Minsker Coca-Cola-Mann wünscht nach wie vor zum Neuen Jahr und nicht zu Weihnachten. Dabei haben die den Weihnachtsmann doch damals vor 80 Jahren als Weihnachtsmann dick rausgebracht 20151211_093508-Weihnachtsmannund nicht als Bat’ko Frost.
https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsmann#Angebliche_Erfindung_durch_Coca-Cola

Estrada und Strawinsky

20151216_221008-ZynovicWas haben Syrerinnen und Belarussinnen gemeinsam? Beide halten das Hackbrett für ihr nationales Musikinstrument. Und ich war auch auf der dem Jubiläumskonzert der staatlichen belarussischen Жыновiч-Volksmusikorchesters, in welchem das Hackbrett diesmal etwas zurücktrat. Trotzdem: Genuss! Schöne, angenehme belasrussische Töne. Ob sich das Orchester mehr in Richtung Estrada oder Stravinsky entwickelt , hängt auch davon ab, wer Nachfolger des 78-jährigen Ensemble-Leiters (Foto) wird.

Vertreibung, Flucht und Evakuierung vor 100 Jahren: Belarus

Am 7. Dezember 1915 schrieb zweisprachige deutsch-russische Pinsker Zeitung, herausgegeben von der deutschen Besatzungmacht auf Seite 1:
„Bekanntmachung.
Personen, die den Wunsch haben, Pinsk mit der Eisenbahn zu verlassen und im Besitze einer Bescheinigung über zweimalige Choleraimpfung sind, melden sich sofort im Bürgerkomité (!) , Polnische Bank. Sie können am Mittwoch, den 8 Dezember 1915 vormittags 8 Uhr von dem Personenbahnhofe abtransportiert werden.
Pinsk,   den 6. Dezember 1915
(gez.) Freiherr v. Bissing, Hauptmann und Kommandant“
Auf dem heutigen Gebiet der Belarus (Weißrussland) gab es 1915  über eine Millionen Flüchtlinge und Vertriebene. Sie lebten elendiglich am Straßenrand. Im Freien, in Zelten. Die zarischen Behörden versuchten, sie in bestimmte Transitzonen zu leiten und dann weiter ins Innere Russlands zu schicken. Aber sie waren vollkommen unvorbereitet. OBwohl im Krieg, erlaubten sie Hilfskomitees entlang national-religiöser LInien: ein jüdisches, eine polnisches, ein belarussisches Hilfskomitee zusätzlich zum „Russischen“ Tatiana-Hilfskomitee. Subsidiarität?

 

Alte Dateien retten – „Das Handwerkzeug der Historikerin“

Es war vorauszusehen: irgendwann im Jahr 2015 würde es  zu einer historischen HIlfswissenschaft werden, Dateien aus den 80er und 90er Jahren  zu retten.2015-11-05-alte-Daten-retten
In meinem Fall besteht die Schwierigkeit darin, dass das Programm WordPerfect, das damals mit einem Zusatzprogramm sensationellerweise lateinische, kyrillische und griechische Zeichen konnte, auf heutigen Betriebssystemen nicht läuft. Von der verlustarmen Umwandlung in heutige Formate ganz zu schweigen.
Und laut sind die alten Computer! So haben wir zehn Jahre lang gearbeitet!

Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten, 1915-1945

Seit gestern, 1.11.2015, nehme ich an dem Forschungsprojekt „Polesien als Interventionslandschaft: Raum, Herrschaft, Technologie und Ökologie an der europäischen Peripherie 1915-2015“ , Teilprojekt  „Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten, 1915-1945“ an der Uni Siegen teil.
Website an der Universität Siegen zum Thema.
Ich fahre dazu natürlich auch nach Polesien. Wo das ist? Ich meine: Wer Bukowina, Podolien, Galizien und Wolhynien kennt, muss auch Polesien kennen.